Wirtschaftlicher Ausblick: Grund Aktien zu kaufen/verkaufen?

Ist ein schlechter Makroausblick ein Grund Aktien (oder andere Anlageklassen) zu verkaufen oder gar zu kaufen?

Die Zeitungen sind derzeit gefüllt mit schlechten Nachrichten und das Konsumentenvertrauen auf einem Tiefpunkt. Das ist auch ein guter Indikator für die Erwartungen der Investor:innen. Dabei spielen uns unsere Gefühle einen Streich: Zu Zeitpunkten eines gefühlten, niedrigen Risikos ist das Risiko oft hoch, da wir unvorsichtig sind und viel für Investitionen mit hohen Erwartungen zahlen. Hingegen in Zeiten gefühlten, hohen Risikos (wie beispielsweise heute) spiegeln viele negative Erwartungen sich schon in Marktpreisen wider, weshalb die Aussicht auf die Zukunft eigentlich besser ist. Krisen sind für langfristige Investor:innen große Chancen, sich erfolgreich zu positionieren.
 

Gespräche mit bestehenden Kund:innen und potentiellen Kund:innen laufen aktuell oft auf die Frage hinaus: macht es Sinn momentan zu investieren, wo wir in der Eurozone erstmals mit zweistelligen Inflationsraten (aktuell in Österreich 10,5%) kämpfen und die gesamtwirtschaftliche Lage nicht rosig aussieht?  

Jahrzehntelange Erfahrung hat gezeigt, dass der richtige Zeitpunkt Aktien zu kaufen oder zu verkaufen schwer zu benennen ist. Aber: zunächst einmal müssen wir genau verstehen, was Renditetreiber sind – also die Entwicklung von Aktienkursen positiv  beeinflusst – und das ist nicht immer die absolute Entwicklung der Wirtschaft.   

Wie sich die Weltwirtschaft bisher geschlagen hat

Die Risiken, denen die Weltwirtschaft zu Beginn des Jahres ausgesetzt war, haben sich durch Russlands Invasion in die Ukraine zusätzlich gesteigert. Das hat dazu geführt, dass Energie- und Nahrungsmittelpreise weiter angestiegen sind.  

Das wiederum hat die Inflation angeheizt, also die Kaufkraft der privaten Haushalte geschmälert und damit zu härterem Eingreifen internationaler Zentralbanken, wie der amerikanischen FED oder der europäischen Zentralbank EZB, geführt.  

Wie sieht die Zukunft aus?

Anleger sollten sich vor pauschalen Verallgemeinerungen darüber hüten, ob es an der Zeit ist, zu kaufen oder zu verkaufen. Wir können, genauso wie jeder andere, die Zukunft in dieser komplexen Welt nicht vorhersagen.  

Die Zukunft vorherzusagen ist laut Nobelpreisträger Daniel Kahneman eine kognitive Verzerrung, ohne die tatsächlichen Chancen eines Ergebnisses realistisch einschätzen zu können.   

Was bedeutet ein schlechter Makroausblick?

Wir müssen bis zu einem gewissen Grad in der Lage sein, die Zukunft vorherzusagen. Damit meine ich nicht Hellseherei. Ich meine die Fähigkeit einschätzen zu können, ob ein gewisses Ergebnis unter bestimmten Umständen wahrscheinlich ist und welche Annahmen am Markt erwartet werden.  

Was heißt das für uns konkret? Ein schlechtes Makroumfeld bedeutet nicht gleich schlechte Renditen, genau wie ein gutes Makroumfeld nicht automatisch gute Renditen bedeutet.  

Die Zukunft muss nicht rosig aussehen, um eine gute Rendite zu erzielen

Das entscheidende ist welche zukünftigen Entwicklungen schon in den Preisen, die heute am Markt für Aktien oder andere Anlageklassen gezahlt werden, enthalten sind.  

Die Zukunft muss nicht rosig aussehen, um eine gute Rendite zu erzielen, sie muss nur besser sein, als der durchschnittliche Marktteilnehmer derzeit erwartet.  

Was können wir machen, um herauszufinden was eingepreist ist?

Wir kaufen Anlagen für unsere Kund:innen (und uns) nicht auf Basis von „stories“, nicht auf Basis von persönlichen Markteinschätzungen oder unseren Erwartungen an die Zukunft. Wir analysieren Marktbewertungen, um herauszufinden, wo der Markt pessimistisch ist (einen niedrigen Preis zahlt) und wenige Erwartungen für die Zukunft hat.  

Wir glauben, dass eine wichtige Renditequelle für Value-Investoren – also Investitionen zu finden, die über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen – in der Tatsache liegt, dass Anleger:innen aktuelle Ereignisse weit in die Zukunft extrapolieren und dabei Unsicherheiten, die Wirtschaftsgeschichte und vor allem die Mean-Reversion (Zyklen) ignorieren. Mean Reversion bedeutet, dass Märkte übertreiben und sich wissentlich wieder zum Durchschnittswert orientieren. 

FAZIT:

Die Markterwartungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Unternehmen, bestimmter Sektoren und des gesamten Aktienmarktes. Viele Marktteilnehmer verwenden heute die Faustregel: Je besser die jüngste Performance, desto optimistischer sind die Erwartungen, und je schlechter die jüngste Performance, desto pessimistischer sind die Erwartungen tendenziell.  

Da es aber unmöglich ist die genauen Erwartungen, die bereits eingepreist wurden, zu definieren, ist die einzige Möglichkeit zur Vorhersage künftiger Erträge die Bewertung. Mit einfachen Worten: Je teurer der Preis des von Ihnen gekauften Produkts ist, desto schwieriger ist es die in Zukunft erwartete Entwicklung zu erreichen.  

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Disclaimer: 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die hier genannten Informationen sind daher nicht als Anlageempfehlung und/oder Anlageberatung zu verstehen und können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Die hier enthaltenen Daten, Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und ausschließlich als unverbindliche Informationen zu betrachten. Sie sind nicht auf die individuellen Bedürfnisse, Kenntnisse und Risikobereitschaft des Anlegers zugeschnitten und werden ausschließlich an die Öffentlichkeit abgegeben. Wir weisen zudem darauf hin, dass die aufgeführten und/oder für die Analysen und Prognosen verwendeten Vergangenheitswerte keinen zuverlässigen Indikator für künftige Ergebnisse darstellen. 

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