Warum die Kosten bei Investitionen entscheidend sind

Einer der wichtigsten Faktoren, um die erwartete Rendite einer Investition zu beeinflussen, ist der Preis. Das gilt sowohl für den Preis des Investmentprodukts selbst als auch für die Gesamtgebühr, die man an eine Bank, Investmentplattform oder einen Anlageverwalter zahlt. In diesem Artikel erklären wir, wie sich der Preis auf die eigene Investition über einen längeren Zeitpunkt auswirkt.

Inhalt

Die Auswirkungen hoher Gebühren

Leider sind hohe Gebühren in Österreich sehr verbreitet. Viele Banken bieten Wertpapierdienstleistungen wie Fondssparen mit aktiv gemanagten Fonds oder ETF-Sparpläne mit passiv gemangten Fonds zu einem scheinbar günstigen Preis an, verstecken aber viele Gebühren im Hintergrund. 

Typischerweise versteckte Gebühren sind Ausgabe- und Schließungsgebühren, Transaktionsgebühren, Depotgebühren und die Management- bzw. sonstige Kosten für die zugrunde liegenden Anlageprodukte. Während die meisten dieser Gebühren auf den ersten Blick verschwindend gering wirken und oft unter 1% sind – können sie sich zusammengenommen verheerend auf die Performance oder eben Wertsteigerung des Portfolios auswirken. 

Ganz besonders daran “Schuld” hat der Zinseszins, also Zinsen, die Anleger auf Zinsen erhalten. Im Folgenden zeigen wir die genauen Auswirkungen von zu hohen Kosten bzw. Gebühren anhand eines konkreten Beispiels . 

Wir vergleichen vier Investitionen von 10.000€ mit einer durchschnittlichen Rendite von 7,5% über einen Zeitraum von 35 Jahren. Die Gebühren reichen von 1% (die maximale Gebühr für Froots) bis 4%. 

(c) froots, eigene Berechnungen

Erklärung der Grafik:  

Beim Betrachten des Diagramms wird der Effekt von zu hohen Kosten bei Wertpapierdienstleistungen direkt deutlich. Durch die Zahlung von 1% (wie bei froots) verdient man über einen Zeitraum von 35 Jahren mehr als das Achtfache des investierten Kapitals. 2 % mehr zu zahlen führt zu weniger als der Hälfte des Einkommens, und bei 3 % Kosten mehr bleiben nur 30 % der Rendite übrig.  

Das heißt: wenn du bei unserer Berechnung 10.000€ investierst und 3% Kosten pro Jahr hast, bleiben dir knapp 57.000 € weniger übrig, als wenn du nur 1% Kosten pro Jahr hättest.   

Für diejenigen, die Froots für die Altersvorsorge verwenden, können wir die Auswirkungen auf greifbarere Weise demonstrieren.  

Wenn du dir deine Investition in deiner Pension auszahlen lässt – und wir von 20 Jahren im Ruhestand ausgehen – kann eine Anlage von 10.000€ nach 35 Jahren bei einer angemessenen Gebühr von 1 % im Jahr 378 € extra pro Monat ergeben. 

Mit jedem Prozentpunkt mehr Kosten, hast du also auch weniger Geld zur Verfügung. Bei 2% (1% bei froots und 1% zusätzlich) Kosten p.a. (pro Jahr) bleiben dir nur noch 271€, bei 4% steigst du überhaupt sehr schlecht aus. Dir bleiben sage und schreibe nur noch 139€ übrig. 

(c) froots, eigene Berechnungen

In vielen Geschäftsfeldern bekommt man genau das, wofür man bezahlt, aber in der Vermögensverwaltung haben die Gebühren nicht immer nur mit der Qualität der Dienstleistung zu tun. Gerade etablierte Anbieter haben oft ineffiziente Prozesse und dadurch hohe Kostenstrukturen.   

Sicher ist nur, dass zu hohe Kosten die Wahrscheinlichkeit einer angemessenen Rendite verringert. Daher raten wir jedem, der eine Zusammenarbeit mit einer Bank oder einem Vermögensverwalter in Betracht zieht, alle anfallenden Kosten genau zu prüfen.  

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Die Auswirkungen von zu hohen Bewertungen

Halte dir immer vor Augen: Das beste Unternehmen kann zu einem hohen Preis eine schlechte Investition sein, das schlechteste Unternehmen zu einem niedrigen Preis eine gute Investition. Um zu verstehen, warum das wichtig ist, müssen wir die folgenden 2 Dinge verstehen: 

  1. Die Bewertung hat sich als zuverlässigster Indikator für zukünftige Renditen erwiesen. Je niedriger der anfängliche Preis für einen Vermögenswert ist, desto wahrscheinlicher ist es, ihn mit Gewinn verkaufen zu können. 
  2. Die Bewertung einzelner Vermögenswerte und ganzer Anlageklassen wird stark von emotionalen Vorurteilen beeinflusst.  Ein teuer Preis für eine Aktie impliziert immer hohe Erwartungen an die Zukunft, diese müssen aber übertroffen werden, um eine attraktive Rendite zu erzielen.  

 

Um diese beiden Prinzipien zu verdeutlichen, ist die „Dot.com“-Blase ein großartiges Beispiel. Anfang der 90er Jahren wurde sehr vielen klar, dass der Computer und das Internet die Welt verändern würden. 

Dies sorgte bei den Anleger:innen für berechtigte Begeisterung, aber auch für total übertriebene Erwartungen. Viele Technologieunternehmen hatten Ende der 90er Jahre unglaublich hohe Aktien-Bewertungen, bevor sie überhaupt die Gewinne erzielten, um diese zu rechtfertigen. 

Kurz nach 2000 schlug die Realität zu. Viele Unternehmen waren noch unprofitabel und besaßen kein funktionierendes Geschäftsmodell. Die Preise brachen ein. Fünf Jahre später existierten die meisten Unternehmen, die in den 90er Jahren gigantische Bewertungen hatten, nicht mehr oder wurden zu einem Bruchteil des vorherigen Preises gehandelt.  

Aktienbewertung: Microsoft als warnendes Beispiel

Ein perfektes Beispiel für eines dieser Unternehmen ist Microsoft. Sogar eine Investition in Microsoft führte anfangs zu enormen Verlusten. Alle was von dem Unternehmen erwartet wurde, wurde zwar wahr – Microsoft hatte die Welt verändert und dabei viel Geld verdient Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen mit ähnlichen Ambitionen und Potential war Microsoft schlussendlich erfolgreich. 

Dennoch war es nicht genug, alles richtig zu machen. Wenn du die Microsoft Aktie Ende 1999 gekauft hättest, hättest du 9 Jahre später immer noch über 75 % deiner ursprünglichen Investition verloren. Es hätte fast 17 Jahre gedauert, um die ursprüngliche Investition zurückzuzahlen. 

(c) froots, eigene Grafik, Microsoft Kurs 1996-2016; Daten von Capital IQ

Das einzige, was Microsoft Ende der 90er Jahre zu einer schlechten Investition machte, waren die unglaublich hohen Erwartungen, die den Preis in die Höhe trieben. Alles andere stimmte, aber am Ende zählt der Preis. 

Emotionale Vorurteile haben einen ähnlichen Effekt, aber in die andere Richtung. Krisen und allgemeine Marktangst können unglaubliche Investitionsmöglichkeiten bieten, weil sie die Erwartungen senken. 

Ein Jahr nach dem Platzen der „Dot.com“-Blase hatten die kurz zuvor himmelhoch bewerteten Technologieunternehmen den größten Teil ihres Wertes verloren oder gingen sogar bankrott. Sehr häufig war der steile Fall vieler Aktienbewertungen von damals aber komplett übertrieben. 

Amazon: die Diskrepanz zwischen Realität und Preis

Ein perfektes Beispiel ist Amazon, das in einem einzigen Jahr über 80 % seines Wertes verlor, während das Unternehmen besser abschnitt als je zuvor. Der Brief von Jeff Bezos (dem CEO) an seine Investoren aus dem Jahr 2000 gibt einen guten Einblick in die Diskrepanz zwischen Realität und Preis. 

(c) Screenshot

Diejenigen, die 2001 noch immer in Amazon investieren wollten, nachdem die Mehrheit der Anleger:innen die Hoffnung verloren hatte, erzielten in 6 Jahren eine Rendite von fast 1.000 %. So wichtig es also ist, auf den Preis zu achten, nur ein Jahr davor wäre Amazon eine absolute Fehlinvestition gewesen. 

Fazit

Wie gut ein Unternehmen oder ein anderes Anlageprodukt, wie z.B. ein Fonds auch sein mag, der Preis, den du bezahlst, ist der wichtigste Faktor, um die erzielbare Rendite vorherzusagen. Dies ist ebenso wichtig bei der Auswahl eines Vermögensverwalters oder einer Bank. 

Zu viel für deinen Service zu bezahlen, kann den bestmöglichen Anlageansatz nutzlos machen. Es ist daher ein absolutes Muss, genau auf den Gesamtpreis und die Kosten zu achten, den du für eine Wertpapierdienstleistung zahlst. 


Disclaimer: 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die hier genannten Informationen sind daher nicht als Anlageempfehlung und/oder Anlageberatung zu verstehen und können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Die hier enthaltenen Daten, Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und ausschließlich als unverbindliche Informationen zu betrachten. Sie sind nicht auf die individuellen Bedürfnisse, Kenntnisse und Risikobereitschaft des Anlegers zugeschnitten und werden ausschließlich an die Öffentlichkeit abgegeben. Wir weisen zudem darauf hin, dass die aufgeführten und/oder für die Analysen und Prognosen verwendeten Vergangenheitswerte keinen zuverlässigen Indikator für künftige Ergebnisse darstellen. 

Bei Froots führen wir dich Schritt für Schritt zu deinem Ziel heran und managen sie auf Basis von personalisierten Portfolios. In unserem digitalen Prozess erklären wir dir, wie viel du monatlich investieren musst, um deine Sparziele langfristig zu erreichen und machen es dir so einfach wie möglich einfach einmal zu beginnen. Schnell und ohne, dass du Vorkenntnisse am Kapitalmarkt mitbringen musst, denn wir sind der Überzeugung, dass hier die Regel „Learning by Doing“ die sinnvollere Strategie ist.