Wer über unsere neue Lösung, Vorsorge ohne KESt, liest, denkt vermutlich zuerst an den offensichtlichen Effekt: 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer (KESt) fallen weg.
Auch wenn das nach einem starken Argument klingt, liegt der eigentliche Kern aber nicht nur in der Ersparnis, sondern in der Konstruktion dahinter. Der Steuervorteil ist keine Steuervermeidung, sondern eine bewusste gesetzliche Setzung, mit der der österreichische Staat langfristige Eigenvorsorge begünstigt.
Wer versteht, wie diese Incentivierung funktioniert und warum sie überhaupt existiert, kann die Entscheidung besser einordnen. Dieser Artikel soll dabei helfen.
Es ist kein Geheimnis, dass unser Pensionssystem unter demografischem Druck steht. Wer heute 30 oder 40 ist, wird eine relativ kleinere staatliche Pension bekommen als die heutigen Pensionist:innen. Um den eigenen Lebensstandard künftig halten zu können, wird private Vorsorge immer wichtiger.
Deshalb hat der Staat verschiedene Anreize geschaffen, damit Menschen selbst vorsorgen können. Einer davon ist die KESt-Befreiung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen. Wer sein Kapital für mindestens 15 Jahre bindet (10 Jahre, wer älter als 50 ist), zahlt keine KESt auf die Gewinne.
Das ist keine Sonderregelung für Vermögende, sondern eine bewusste Setzung, die eine gesellschaftlich erwünschte Verhaltensweise begünstigt: langfristige Eigenvorsorge. Der Staat verzichtet auf kurzfristige Steuereinnahmen, weil er sich langfristig ein stabileres Pensionssystem und eine Erhaltung des Lebensstandards erhofft.
Die KESt beträgt hierzulande 27,5 Prozent auf Kapitalgewinne. Viele denken, die KESt fällt nur dann an, wenn man Wertpapiere mit Gewinn verkauft. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit.
Bei jeder Umschichtung, wenn ein ETF oder Fonds verkauft wird oder man in einen anderen wechselt, wird die KESt auf den bis dahin angefallenen Gewinn fällig. Wer regelmäßig umschichtet, sei es zum Rebalancing oder zur Strategieanpassung, zahlt entsprechend häufig.
Aber das ist noch nicht alles. Bei ausschüttungsgleichen Erträgen, das sind thesaurierende Fonds, die intern Erträge erwirtschaften ohne sie auszuschütten, fällt die KESt sogar jährlich an – auch wenn man gar nicht verkauft hat.
Die KESt ist also nicht nur etwas, was am Ende irgendwann anfällt. Selbst wenn diese Steuer im Moment der Gewinn-Realisierung klein wirkt, bremsen die Folgen der KESt den berümt berüchtigten Zinseszins über zehn oder mehr Jahre spürbar.
Wichtig zu verstehen: Der eigentliche Effekt des Steuervorteils liegt weniger in der Ersparnis am Laufzeitende als in der Wachstumsdynamik über die gesamte Laufzeit.
Die KESt-Befreiung greift nur unter bestimmten Voraussetzungen:
Das sind mal die Grundvoraussetzungen, die der Gesetzgeber vorsieht und die für alle fondsgebundenen Lebensverischerungen in Österreich gelten. Was unsere neue Lösung, Vorsorge ohne KESt, von klassischen Konstruktionen unterscheidet, liegt in der laufenden Verwaltung, die wir uns nun genauer anschauen werden.
Wie wir nun geklärt haben, verzichtet der österreichische Staat bewusst auf die KESt, damit Menschen langfristig investieren. Allerdings muss jedem klar sein, dass langfristiges Investieren über die nächsten Jahrzehnte kein Selbstläufer werden. Nicht nur die Märkte verändern sich, sondern auch deine individuelle Lebenssituation. Das hat Folgen für dein Portfolio, das am Anfang der Laufzeit anders aussehen wird als am Ende.
Bei Vorsorge ohne KESt übernimmt froots die laufende Verwaltung. Was das konkret bedeutet, möchten wir nun präzisieren.
Wenn sich Chancen und Risiken verschieben, verändert sich auch das Portfolio. Ein Beispiel aus unserem letzten Portfolio-Management-Update (Juni 2026): In den letzten anderthalb Jahren haben wir stärker auf Emerging Markets umgeschichtet, weil das Chance-Risiko-Verhältnis dort attraktiver war. Nachdem wir von dieser Entscheidung profitiert haben, haben wir die Position zuletzt wieder reduziert, weil die Bewertungen sich verändert haben.
Wer 20 Jahre bis zum geplanten Kapitalzugriff hat, kann mehr Risiko tragen als jemand mit drei Jahren Restlaufzeit. Der Aktienanteil verändert sich entsprechend.
Weil wir im Rahmen einer fondsgebundenen Lebensversicherung agieren, haben wir dadurch einen strukturellen Vorteil, den ein normales Depot nicht hat.
Dadurch ergeben sich folgende zwei Kostenpositionen:
Wichtig zu verstehen: Das sind deutlich weniger Kostenstellen, als es in klassischen Lebensversicherungskonstruktionen üblich sind. Wir verzichten bewusst auf Abschlussprovisionen, versteckte Vertriebskosten, Ausgabeaufschläge und Kickbacks an Vermittler:innen. Der Sinn hinter Vorsorge ohne KESt ist es, dass am Ende der Laufzeit das rauskommt was rechnerisch möglich ist, wenn Steuervorteil und aktive Verwaltung zusammenwirken.
Uns ist bewusst, dass Vorsorge ohne KESt nicht für jede:n die richtige Lösung ist. Es ist eine spezifische Antwort auf eine spezifische Frage: Wie kann ich langfristig, professionell verwaltet und steuerlich effizient für meine Zukunft vorsorgen?
Der Steuervorteil ist sinnvoll für Menschen, die:
Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die hier genannten Informationen sind daher nicht als Anlageempfehlung und/oder Anlageberatung zu verstehen und können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Die hier enthaltenen Daten, Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und ausschließlich als unverbindliche Informationen zu betrachten. Sie sind nicht auf die individuellen Bedürfnisse, Kenntnisse und Risikobereitschaft des Anlegers zugeschnitten und werden ausschließlich an die Öffentlichkeit abgegeben. Wir weisen zudem darauf hin, dass die aufgeführten und/oder für die Analysen und Prognosen verwendeten Vergangenheitswerte keinen zuverlässigen Indikator für künftige Ergebnisse darstellen. Kapitalanlagen bergen Risiken wie Kapitalverlust-, Kurs-, Währungs-, Liquiditäts-, und Bonitätsrisiken. Weitere Risikohinweise finden Sie hier: https://www.froots.io/risikohinweise/